Frühlingsfest Mosaik
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INES BAUR - TORELLI


EINE PROMINENTE EMIGRANTIN
Buergerlicher Name Ines Stierli

Geburt 14. Juni 1931 in St. Gallen

1955 - 59 Mitglied Cabaret Rueeblisaft, Cabaret Federal

Ab 1960 Rollen in diversen Musicals: "Bibi Balu", "Golden Girl", "Pfui Martina", "Viva Banana",
"Der schwarze Hecht", "Die kleine Niederdorfoper" (jeweils Produktion Edi Baur)
zahlreiche Fernsehauftritte, z. B. "Goldige Leue", "Zum dopplete Engel"
Synchronisation bei unzaehligen Kindersendungen, vor allem bei Aufzeichnungen
der Augsburger Puppenspiele des Hessischen Rundfunks, z.B. "Jim Knopf" und "Kater Mikesch"
Sprechrolle in den Kasperli-Hoerspielen von Joerg Schneider

1977 One-Woman-Show "Torelli total"
Erfolgsschlager "Gigi vo Arosa"

Ab 1986 Leitung der Zuercher Maerchenbuehne

1990 Hauptrolle und Drehbuch von "Der gestiefelte Kater" und "Di chli Haex"
im Zuercher Opernhaus (Produktion Edi Baur)

1991 Heirat mit dem Produzenten Edi Baur
Edi Baur war Produzent von ueber 250 Produktionen: Musicals,
Freilichtauffuehrungen in der Trittiligasse und im Park der Villa Egli am See, etc.

1996 Gemeinsame Auswanderung nach Nova Scotia in Kanada

Ines und Edi Baur-Torelli "Vor dem Eingang unseres Hauses" (Foto: Philipp Rohrer)

Ines und Edi Baur-Torelli "In the Blue Rocks" (Foto: Philipp Rohrer)

Ines Baur-Torelli schreibt: "tja, warum sind wir eigentlich ausgewandert ..."

Aufgrund einer Offerte, nach Nova Scotia zu fliegen, um sich dort nach Bauland umzusehen, flog mein Mann,
Edi Baur, mit 12 anderen Schweizern dorthin. Er verliebte sich sofort in das Land, wie auch alle anderen,
und es gelang ihm, auch mich zu ueberzeugen. Nach meinem ersten Augenschein, einige Monate
spaeter, passierte mir dasselbe, ich fuehlte mich sofort zu Hause!
Die Verkehrslage an unserem Domizil in Riedikon bei Uster hatte sich so rasant zum Schlechten veraendert,
in einer Stunde rasten 185 Autos an unserem Haus vorbei! - dass eine Flucht in die Natur naheliegend war!
Das gelegentliche Heimweh von Edi nach der Schweizer Eisenbahn und deren Atmosphaere am Bahnhof in
Zuerich stillt er mit sporadischen Besuchen in der alten Heimat!
Hier in der Naehe von Lunenburg haben wir wirklich paradiesische Zustaende. Wir hoeren bloss das
Gezwitscher der Voegel, hin und wieder das Nebelhorn vom Hafen oder ein einzelnes Auto, das sich in
unsere Gegend verirrt hat. Zudem sind wir in 12 Minuten im Staedtchen Lunenburg und in einer halben
Stunde in einem Grosseinkauf-Center.
Da die Kanadier freundliche Menschen sind, knuepft man schnell Kontakte und einige schoene
Freundschaften machen das Leben hier wirklich lebenswert. Nur - wenn wir arbeiten oder Angestellte
beschaeftigten muessten, wuerde ich eine Auswanderung hierhin absolut nicht empfehlen!
Die Arbeitsmoral und das entsprechende politische System sind schwer mit unserer schweizerischen
Mentalitaet zu vereinbaren.
Als Endstation eines schoenen, aber hektischen Lebens haben wir hier wirklich ein Paradies gefunden!

Ines und Edi Baur-Torelli "Im Garten mit Ausblick nach Luneburg" (Foto: Christian Messerli)